"Trotz der heiligen Versprechen der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: 'Nie wieder Krieg', entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft muß ich sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es, heute schon zu behaupten, daß es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen.
   Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik läßt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird dann gehamstert werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen, und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen. An vielen Grenzpfählen wird man dann eine Tafel mit der Aufschrift finden können: 'Arbeitssuchende haben keinen Zutritt ins Land, nur die Faulenzer mit vollgestopftem Geldbeutel sind willkommen.'
   Wie zu alten Zeiten wird man dann nach dem Länderraub trachten und wird dazu wieder Kanonen fabrizieren müssen, man hat dann wenigstens für die Arbeitslosen wieder Arbeit. In den unzufriedenen Massen werden wilde, revolutionäre Strömungen wach werden, und auch die Giftpflanze Übernationalismus wird wieder wuchern. Kein Land wird das andere mehr verstehen, und das Ende kann nur wieder Krieg sein."

Silvio Gesell, direkt nach dem Ende des 1. Weltkrieges

Bis auf Jesus von Nazareth ist kein genialer Denker in der bekannten Geschichte so über die Maßen ungerecht behandelt worden wie der Sozialphilosoph Silvio Gesell. Was die Menschheit ihm zu verdanken hat, wird jeder verstehen können, der sich über die echte Soziale Marktwirtschaft unter Mut informiert hat.
   Eines ist sicher: Wir werden ihm ein Denkmal setzen, sobald unsere religiös verdummte Welt zu dem Paradies geworden ist, das er uns beschrieben hat.

"Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt."

Albert Einstein

Es müsste schon lange keine unglücklichen Kinder auf dieser Welt mehr geben, wenn die Religion (= Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe) nicht wäre. Auch wenn wir "ihm" insofern dankbar sein müssen, als dass "er" unsere Zivilisation erst aus der Taufe hob, indem "er" die Menschheit vor über 3000 Jahren wahnsinnig genug für die Benutzung von Zinsgeld machte, war "er" ab dem Zeitpunkt, an dem der Prophet Jesus von Nazareth die einzige Möglichkeit zur Überwindung der Erbsünde erkannte, die schlimmste vorstellbare Zivilisationsbremse, die alles Leid der Welt hervorrief.
   Heute ist dafür niemand mehr verantwortlich zu machen; bis auf jene, die vom wahren Himmel auf Erden unter Phantasie erfahren haben und dann immer noch glauben, sie müssten das heilige Brimborium zelebrieren, statt sich aktiv dafür einzusetzen, dass der Wahnsinn beendet wird, bevor es zu spät ist.

"Sollte es irgendwelche Götter geben, deren Hauptanliegen der Mensch ist, so können es keine sehr bedeutenden Götter sein."

Arthur C. Clarke

Ich weiß nicht, inwieweit der alte Herr den ganzen religiösen Hokuspokus schon durchschaut hatte, als er mir am 17.12.2002 seine letzten zehn Worte übergab und sagte: "Zuerst musst Du dieses nutzlose Programm löschen, mein Sohn. Ich bin schon etwas zu alt dafür." Bis dahin hatte ich mich weder mit Religion noch mit Makroökonomie beschäftigt; aber kein ernstzunehmender Wissenschaftler hat es je gewagt, an den prophetischen Worten von Sir Arthur Charles Clarke zu zweifeln. Sobald das nutzlose Programm gelöscht ist, werden wir endlich erfahren, was wahre Globalisierung bedeutet und wissen, dass die größte Tragödie in der Geschichte der Menschheit die war, dass die Moral von der Religion mit Beschlag belegt wurde.

Noch liegen wir gut in der Zeit. Veranschlagen wir den eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation ab 2010 auf den 01.12.2014.

Stefan Wehmeier, 01.12.2008